Ackerböden und Arbeitsplätze erhalten


Rees / Mehr.

Positiv hat der Verein Eden die Entscheidung des Regionalverbands Ruhr (RVR) aufgenommen, die Areale Pettenkaul in Ginderich und Bislich-Vahnum nicht auskiesen zu wollen. „Und damit nicht der Vernichtung preiszugeben“, so Dr. Leo Rehm, Eden-Sprecher. Wie bekannt wird mit dieser Entscheidung auch im Bereich Vahnum Reeser Gebiet berührt.

Rehm wertet diesen Beschluss als zukunftsweisend. „Er bewahrt einerseits hochwertige Ackerböden, andererseits Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und in vor- und nachgelagerten Bereichen“, erinnert der Reeser. Zudem weist er auf das Grundwasser als wertvollstes Nahrungsmittel hin und auf die in dieser gewachsenen Kulturlandschaft entwickelte Flora und Fauna. „Wichtig sind nicht zuletzt auch die wenigen großen zusammenhängenden Landflächen, die in dieser Region noch vorhanden sind und gleichzeitig Heimat bedeuten“, fährt Rehm fort.

Rees hat Auskiesungsstopp längst beschlossen
Es sei ein „inständiger Wunsch“ von immer größeren Teilen der Bevölkerung, dass dieses Bewusstsein, welches den RVR zu seiner Entscheidung geführt habe, auch bei der Weseler Politik ankomme, hat man bei Eden den Eindruck. Wie bekannt hat Rees schon vor längerer Zeit einen Auskiesungsstopp auf seinem Gebiet beschlossen. Als unseligen Schulterschluss zwischen Weseler Politik und privaten Interessen der Kiesindustrie bezeichnet Rehm das Gebaren der letzten Jahrzehnte. Dies habe in relativ kurzer Zeit einen ganzen Landstrich zerstört und nutzlose Baggerlöcher hinterlassen. Eine Region, die für die Zukunft auch wirtschaftlich unattraktiv geworden sei, so der Eden-Sprecher. Seitens Eden wurde auch positiv aufgenommen, dass inzwischen bei der Bezirksregierung in Düsseldorf „eine Trendwende zu mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit den Ressourcen festzustellen ist“.

Der RVR legt die Abgrabungsgebiete generell fest oder lehnt sie, wie im Fall Vahmun, ab. Fällt der Bescheid positiv aus, obliegt den kreisfreien Städten oder Kreisen die letzte Entscheidung.

 

NRZ v. 03.04.2012 rau

 

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