RVR schmettert Antrag auf mehr Abgrabungen ab


Die Versammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) lehnt weitere Auskiesungen in Wesel ab und erteilt damit dem Antrag der Stadt auf Zusatzflächen im Bereich Ginderich Pettenkaul und Bislich-Vahnum eine Absage. Das sieht Christel Winterberg aus Schermbeck, die für Bündnis 90/ Die Grünen in der Versammlung sitzt, positiv. Sie sagt: „Auch hier beweist der Regionalverband sein Engagement für die Umwelt und die Menschen im Kreis Wesel“. Außerdem bleibe die Rechtssicherheit beim Kiesabbau gewahrt.

Zudem liege dem zurzeit geltenden Regionalplan ein schlüssiges Planungskonzept für den Kiesabbau zugrunde, das höchstrichterlich bestätigt wurde. Und weiter. „Die Planungen der Stadt Wesel, nun zugunsten der Kiesindustrie eine Ausweitung der Abgrabungsflächen zu erreichen, laufen diesem Konzept zuwider.“

Für Jörg Hüting von der im Bereich Pettenkaul auskiesenden Firma Hülskens ist die Entscheidung „ausgesprochen bedauerlich und niederschmetternd“. Man habe große Hoffnungen in die notwendige Änderung es Gebietsentwicklungsplanes gesetzt, zumal es viel Unterstützung von der Stadt und Kreis gegeben habe. Normalerweise sei die Lagerstätte in etwa zwei Jahren erschöpft, nun versuche man das Ganze zu strecken, zumal viele Arbeits-
plätze daran hingen. Dennoch werde die Firma bei der Neuauflage des Plans das Projekt erneut einbringen, zumal es sich um eine gute Lagerstätte handele, auf der nicht die ökologischen Highlights zu finden seien. Ursprünglich war die Bezirksregierung Düsseldorf die entscheidende Stelle, jetzt ist es der RVR.

 


NRZ – Wesel  vom 27.03.2012

 

 

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