Rheinische Post vom 22.12.10


REES (RP) Zur Berichterstattung über den „Kies-Dialog“ hat Dr. Leo Rehm von EDEN in einem Brief Stellung bezogen. „Dass die Mitarbeiter der Kiesfirmen um ihre Arbeitsplätze bangen, ist auf den ersten Blick verständlich, relativiert sich aber, wenn man weiß, dass die Kiesindustrie noch 30 Jahre lang Weiterbaggern darf“, schreibt er und weiter: „Gleichzeitig werden Arbeitsplätze durch diese Abgrabungen in der Landwirtschaft und in vor- und nachgelagerten Bereichen vernichtet. Zum Beispiel in Rees 24 Arbeitsplätze pro 100 Hektar, in Nettetal 84 pro 100 Hektar.“

Welche Berufsgruppe habe 30 Jahre Planungssicherheit, fragt er.

„Viele große und kleine Betriebe in den verschiedensten Sparten mussten sich wegen des Struktur Wandels in den letzten Jahrzehnten neuen Gegebenheiten anpassen und umstellen. Viele haben das hervorragend geschafft. Warum sollte das nicht auch die Kiesindustrie schaffen?“

Weiterbaggern, um vermeintlich Arbeitsplätze zu erhalten, stelle doch die Argumentationskette für eine Abgrabung auf den Kopf. Das Ergebnis sei, dass dadurch zerstört und der Niederrhein unwiederbringbar ausgeplündert werde - mit allen ökologischen und ökonomischen Nachteilen für die Gesellschaft.

Die bisherige Abgrabungsstrategie sei nicht mehr zeitgemäß. „Wir können nicht die ganze Welt mit Kies versorgen. Druck ausüben mit dem Arbeitsplatzargument ist nicht angemessen.

 

 

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