Pressemitteilung an die NRZ 23. Juli. 2010

Pressemitteilung zum „ Kies - Euro“- Artikel im Lokalteil der NRZ v. Mi. 21.07.10 

"Kies-Euro"

Über den Kies-Euro als Regulativ kann man natürlich geteilter Meinung sein. Nicht aber darüber, daß die Kiesindustrie seit Jahren unseren Niederrhein als unerschöpflichen Selbstbedienungsladen ausbeutet und unseren wertvollen Kies und Sand zu 80 % nach Holland verbringt, von wo er dann sogar teilweise nach Übersee verschifft wird, und das wahrscheinlich zu einem Schleuderpreis.

 Das mittlerweile wachsende Bewusstsein in der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträgern hat inzwischen gottlob zu einem Umdenken geführt. Die Kiesindustrie ist dadurch in die Defensive geraten. Selbst groß angelegte Werbekampagnen ändern nichts an der Tatsache, dass z.B. das Arbeitsplatzargument die Argumentationskette für weitere gewünschte Abgrabungen auf den Kopf stellt. Im Übrigen werden ja durch eine Abgrabung dauerhafte Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und in vor u. nach gelagerten Bereichen für immer vernichtet. Auch angebliche ökologische Aufwertungen durch eine Abgrabung sind nicht nachvollziehbar, genauso wie ein behaupteter besserer Hochwasserschutz. Die Ehrlichkeit der Argumente muss in Frage gestellt werden.

Zukunftsfähiger und wichtiger, gerade jetzt vor dem Hintergrund der momentanen lang anhaltenden Dürreperiode, ist doch die Bewahrung unserer hochwertigen Ackerböden, der Schutz unseres kostbaren Grundwassers und der sorgfältige Umgang mit  den letztendlich begrenzten Kiesvorräten.
Die Kiesindustrie verfügt  noch für weitere 30 Jahre über bereits genehmigte Abgrabungsflächen. Diese Zeit sollten sie und ihre Arbeitnehmer nutzen, strukturelle Änderungen für ihre Betriebe zu erreichen  –  vielleicht sogar mit Hilfe des Kies-Euros.

 

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