Reckerfeld: EDEN will unabhängiges Büro

02.04.2010 Rheinische Post Emmerich
VON SEBASTIAN LATZEL

Rees (RPO) In die Diskussion um die Frage der künftigen Gestaltung des Polders Lohrwardt und der Auskiesung Reckerfeld hat sich jetzt auch EDEN eingeschaltet. Dr. Leo Rehm hat im Namen der Bürgerinitiative einen offenen Brief an den Bürgermeister, die Fraktionsvorsitzenden und die Mitglieder des Bauausschusses geschickt.

Rehm verweist in dem Schreiben darauf, dass es eine vertragliche Vereinbarung gebe. „Ein wesentlicher Bestandteil dieses Vertrages ist die ackergerechte Wiederverfüllung nach Abschluss der Abgrabungstätigkeit”, so Rehm. Wie berichtet, hat der Deichverband Alternativen untersuchen lassen. Dabei habe sich gezeigt, dass durch eine Integrierung von Reckerfeld in den Hochwasserschutz der Scheitel bei Hochwasser bis Elten um zehn Zentimeter abgesenkt werden könnte.

Daten, die für Rehm unglaublich sind. Er hält es für fragwürdig, dass das selbe Unternehmen, dass für die Kiesfirma arbeitet auch diese Untersuchungen anfertigt. Die Firma mache sich Hoffungen bei einer Umsetzung des Projektes an der Durchführung beteiligt zu sein. „Die Frage muss erlaubt sein, ob sich das Büro nicht in einem Zielkonflikt befindet”, schreibt Rehm. „In Anbetracht der Tragweite dieses Projektes und der möglichen Interessenkollision hält EDEN es für angemessen, die Zahlen und Berechnungen durch ein unabhängiges Fachbüro prüfen zu lassen.”

Erst dann, mit einem fachlich objektiven Ergebnis, könne man abwägen, ob es sinnvoll und verhältnismäßig ist, einer Vertragsauflösung zuzustimmen. Er hat die Vermutung, dass gar keine belastbaren Daten und Fakten vorliegen.

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