Pressemitteilung von Klaus Awater v. 17.10.12 RP
Erst „Baggern macht schön“, jetzt „Baggern macht sauber“.
 
Im Zusammenhang mit den in der Presse veröffentlichten Wasseruntersuchungen der Kiesindustrie tauchen gleich mehrere offene Fragen auf:


•     Worauf bezogen hat überhaupt eine Verbesserung des Wassers durch Abgrabung stattgefunden?
•     Welche Auswirkung auf das Grundwasser hat das veränderte Verhalten der Landwirtschaft bei der Gülleausbringung in den letzten 20 Jahren?
•     Ist die zwangsweise reduzierte Landwirtschaft in Folge der Abgrabungen überhaupt berücksichtigt worden?
•     Sind die oberhalb der Grundwasserströme gelegenen Waldgebiete in die Betrachtung mit einbezogen worden?


Diese Wasseruntersuchungen sind  wichtig. Aber nur für den, der sie in Auftrag gegeben hat. Die Kiesindustrie möchte, dass daraus die Schlussfolgerung gezogen wird, dass mit den Abgrabungshinterlassenschaften etwas Gutes hinterlassen wird: Wird aber nicht. Hier wird wieder mit einer Imagekampagne versucht, die Ewigkeitsschäden an unserer Heimat schön zu reden.


Laut  Anforderungen der EU- Wasserrahmenrichtlinie, müssen Gewässer in einem guten ökologischem Zustand sein, dass heißt, durch Mikroorganismen ausreichend belebt - und nicht etwa in Trinkwasserqualität. 


Hier sind lediglich wertvolle Trinkwasserlagerstätten aufgebrochen und den Umwelteinflüssen preisgegeben worden. Daher rührt wahrscheinlich auch die Tatsache, dass nur fast Trinkwasserqualität gemessen wurde.


Und das vor dem Hintergrund der immer wieder versprochenen ökologischen Aufwertung! Dieses Gutachten belegt doch eindeutig, dass genau das Gegenteil erreicht wird.


 
für EDEN e.V. Rees
 
Klaus Awater   Wacholderweg 3                                                                           
46459 Rees-Haldern
 

 

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