„Preußen-Museum/Regionalmuseum für niederrheinische Geschichte“

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Idee ein Regionalmuseum für niederrheinische Geschichte“ zu erstellen, sollte aufgegriffen werden. Die Zeit drängt, es ist fünf Minuten vor Zwölf.

 

Wenn unsere einmalige, gewachsene Kulturlandschaft am Niederrhein, welche sich durch Auen, Wiesen, Äcker und Gehöfte darstellt, durch das Ausbaggern von Kies zerstört ist -die Kiesindustrie spricht gerne von der Neugestaltung der niederrheinischen Landschaft-, ist auch unwiederbringlich das einmalige Erlebnis, die Düfte der niederrheinischen Landschaft in Abhängigkeit der Jahreszeiten, so wie die dazugehörigen Landschaftsbilder in sich aufzunehmen und ein Leben lang immer wieder abrufbar im Gehirn zu speichern, verloren gegangen.

 

Nur durch diese, zur Zeit noch vorhandene Möglichkeit, können wir, wenn wir den Geruch eines frisch gepflügten Feldes oder einer frisch gemähten Heuwiese wahrnehmen, die Bilder unserer niederrheinischen Landschaft wieder vor unserem geistigen Auge sehen.

Soll dieses alles für unsere Nachkommen verloren gehen?

 

Dieses Erlebnis könnte in einem Museum durch Filme, Landschaftsbilder in Verbindung mit Geruchsbildern wieder dargestellt werden, und die Besucher könnten sehen und riechen wie schön die niederrheinische Landschaft einmal war und es kann aufgezeigt werden, dass durch Auskiesung eine jahrhundert Jahre alte Landschaft unwiederbringlich zerstört und in eine vom Bürger nicht gewollte Seenlandschaft umgewandelt wurde und immer noch wird.

 

Darüber hinaus könnte dargestellt werden, dass bei der Auskiesung der Boden vollständig aus seiner natürlichen Lagerung entnommen wird und die Auskiesung eine direkte und indirekte Auswirkung auf die natürlichen Schutzgüter Wasser, Boden, Luft, Natur und Landschaft und auf den Menschen hat. Auch könnten die Gefahren aufgezeigt werden, wie z.B. das Eindringen von gesundheitsgefährlichen Stoffen, Keimen usw. über die großen Wasserflächen in das nun ungeschützte Grundwasser, so wie die Veränderungen der Kleinklimazonen. Darüber hinaus sollte durch eine Bildschirmpräsentation die laufende Vernichtung der niederrheinischen Landschaft durch die Auskiesung z.B. durch Satellitenaufnahmen zeitnah dargestellt werden. Eine chronologische Darstellung mit Überblendungen wäre sehr aussagekräftig.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Haller

 

 

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