Unrealistische Höhenflüge

Betr.: Reeser Meer

 

Die jetzt aufgetauchten Ferienhausbetreiber wollen auf dem wackeligen Boden am Reeser Meer hunderte hochwertige Häuser bis zu 120 am Wohnfläche errichten, um niederländischen Kapitalanlegern eine sichere Immobilie in dem Auskiesungsgelände zu vermitteln. Wäre es da nicht sinnvoller, diesen Kapitalanlegern besser die seit geraumer Zeit in Rees zum Verkauf anstehenden zweihundert Wohnimmobilien anzubieten und zu vermitteln?

Dann kämen die Anleger hier in Rees ganzjährig in den Genuss der schönen Rheinpromenade und Deichwege und bräuchten nicht an den vielen trüben und düsteren Tagen dreiviertel des Jahres in dem Getto neben der ratternden Kiesanlage auszuharren. Auch haben die Yachthäfen Reeserschanz nund Reeserward trotz Rheinanbindung Mitgliederschwund und würden sich über jeden Neuzugang freuen und erkenntlich zeigen. Aber eigentlich haben die Niederländer doch Wasserflächen genug und müssen doch nicht hierher kommen, um auf so einem Ententeich und ausgedienter Kiesgrube ihrer Segelleidenschaft zu frönen.

Auch hatten wir zuletzt einen Investor, der am Reeser  Meer ein kleines Florida errichten wollte. Dieser Gaukler konnte auch so schön reden, so dass alle Ratsmitglieder damals begeistert und überzeugt waren. Herausgekommen aus der damaligen Märchenstunde ist allen die Auskiesung der Norderweiterung mit dem Verlust von 100 ha wertvollster Ackerflächen -unsere Nachfahren werden und danken.

Nach all diesen unrealistischen Höhenflügen böte uns dagegen unser Allmende Reeser Meer eine bescheidene aber sichere Einnahmequelle und zwar aus der Verpachtung als Fischereigewässer, und auch sollte uns das Gelände als Grillplatz für unsere Jugend erhalten bleiben.


Theo Reinders

46459 Rees / Haldern

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