Leserbrief:
Aufgrund des Planänderungsbeschlusses des Kreises Kleve vom 11.2.2008, muss spätestens am 11.2. 2011 die Stadt Rees vertraglich nachweisen, dass ein Investor den Ferienpark Reeser Meer realisiert. Die Vorhabenträgerin Niederrheinische Kies- und Sandbaggerei (NKSB) darf den Durchstich der Haffen`schen Landwehr nur unter dieser Voraussetzung ausführen.
Auch verkündete der Kreis Kleve in der Niederschrift über die 14. Sitzung des Beirates bei der Unteren Landschaftsbehörde am 11.3.2008, dass die besagte Abgrabungsfrist zur Einleitung der Haffen`schen Landwehr in das Reeser Meer letztmalig bis zum 11.2.2011 verlängert wurde.
Manch einer erinnert sich vielleicht noch, dass Mitte der 1990-er Jahre die Unterschriftenaktionen, Demonstrationen und Presse-, Fernsehn-, sowie Radioinformatinen der Haffener Bürgerwehr dazu führten, dass sich die Klever Kreisverwaltung 1996! nicht traute, auflagenfrei den Landwehr-Durchstich zu erteilen. Ohne die Gegenwehr der Haffener Bürgerwehr wäre die Haffen`sche Landwehr (unnötigerweise) schon längst abgegraben worden. Dieses wiederum veranlasste die damalige Deichschau Haffen-Mehr bzw. den Deichverband (DV) Haffen -heute zum DV Bislich-Landesgrenze verschmolzen- als Landwehr-Miteigentümerin, einem Durchstich darüber hinaus nur zuzustimmen, wenn 40 Ferienhäuser am Reeser Meer errichtet sind.
Inzwischen soll durch den im Änderungsverfahren befindlichen Landschaftsplan Nr.4-Rees mit Ausnahme des geplanten 300 m langen Durchstiches, die Haffen`sche Landwehr zum Naturschutzgebiet (NSG) erklärt werden. Die NKSB dürfte sicherlich nichts gegen diese NSG-Ausweisung haben. Lagern im Bereich des angedachten Landwehrdurchstiches doch -gemäß Gutachten- nur wirtschaftlich nicht zu verwertende Bodenmassen (sprich Torf). Welche niederrheinische Kies- und Sandbaggerei verzichtet nicht gerne auf eine Abgrabung, die für sie obendrein nur betriebswirtschaftlich unbrauchbare "Blumenerde" und damit verbundene Finanz- und Hochwasserschutzopfer verursacht.
Ist es nicht nunmehr an der Zeit, den Gesamtverlauf der Haffen`schen Landwehr unter Naturschutz zu stellen? Dem in Bislich aufgewachsenen Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers dürfte bekannt sein, dass die Haffen`sche Landwehr urkundlich seit md. 1580 ein integraler Bestandteil des Bislich-Haffen`schen Hochwasserschutzpolders ist. Oder glauben Rat und Verwaltung auch nach 40 Planungsjahren noch immer an das Wunder vom Reeser Meer. Schon Investor Dr. Theissen`s Reeser Wasserwelten" wirkten wie ein Phantom, -um ein "Argument" für die Norderweiterung des Reeser Meeres bis zum Denkmalschutzbereich Haus Aspel zu haben-?). Die Ferienparkprojektbefürworter scheinen derweil offenbar am Reeser Mär abgetaucht zu sein. Diese kommunalpolitische Geschichte erinnert mich einwenig an die, des Ungeheuer`s von Loch Ness. Also werden künftig wohl `mal immer wieder von dort spannende Geschichtenkrimis auftauchen....Mit dem Nobel-Camping gelangt vielleicht schon eine neue Episode an die Wasseroberfäche des Reeser Meeres...
Mit freundlichen Grüßen
Wilhelm Wißen
Ricarda-Huch-Weg 2
23909 Ratzeburg
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