Bademeister statt Bürgermeister                                       RP v. 01.12.2015

Reeser Welle

Der Ortsvorsteher von Esserden Norbert Hollands, hat sich ob der „Neuen Nachbarn“ überrascht gezeigt. Bei der Veranstaltung, die Ausgrabung der „Reeser Welle“ betreffend, hat er wohl Leute gesehen, die er nicht in Esserden erwartet hat. Das soll vorkommen, wenn es sich um ein Problem handelt, dass alle Bewohner des Niederrheins betrifft.

Sein Vergleich, sich auf meinen Leserbrief beziehend, den Flächenverbrauch betreffend, ist aber völlig unzutreffend. Sicherlich werden beim Straßenbau, wie bei den Auskiesungen auch, landwirtschaftliche Flächen „verbraucht“. Aber die Hintergründe sind doch völlig andere. Beim Straßenbau wird von der öffentlichen Hand Geld investiert zum Vorteil aller Bürger, nicht nur der Autofahrer.

Beim Kiesabbau, handelt es sich um eine Maßnahme, die lediglich einer handvoll Leuten Profit bescheren soll, ohne dass dabei irgendwelche Vorteile für die Bevölkerung eine Rolle spielen. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Dabei wird sogar gegen den Willen der Kommune Rees gehandelt. Auch die Halbwahrheit, man wolle Arbeitsplätze erhalten, ändert daran nichts. Für den Straßenbau sind schon seit Jahrzehnten, nicht zuletzt aus Umweltgründen, keine wesentlichen Flächen mehr in Anspruch genommen worden. Man hat einfach den Straßenneubau stark gedrosselt.

Ganz anders die Situation bei den Kiesabgrabungen. Hier wird ohne jede Rücksicht auf die landwirtschaftlichen Erfordernisse und die Natur ohne Unterbrechung immer weiter gebaggert. Wenn die Leute, mit der Einstellung des Herrn Hollands, das weitere Vorgehen auf dem Reeser Stadtgebiet betreffend, die künftigen Entscheidungen treffen, wird man in Rees zukünftig keinen Bürgermeister mehr brauchen. Dann wird man einen „Bademeister“ benötigen.

Rüdiger Helmich, Emmerich

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen.
Weitere Informationen Ok