Tote Gewässer           


NRZ vom 11.11.2015



Reeser Welle: Baggerlöcher – überall am Niederrhein. Meist hinter Bepflanzung versteckt – da fällt die inzwischen immense Dimension nicht so sehr auf. Wer sich jedoch auf eden-niederrhein.de das Video anschaut (oder Sattelitenbilder), wird eines Besseren belehrt. Ruhig liegen sie da, fast schon idyllisch, dies ist aber nur ein Schein. Diese „Seen“ sind tote Gewässer und trügen das Auge. Diese tiefen Wunden in unserer Landschaft beeinflussen Grundwasserläufe, und wer kann uns Garantie geben, dass heute angelegte sogenannte Dichtschürzen in den nächsten Jahrzehnten/Jahrhunderten halten werden?

Etliche Millionen Euro schneller Gewinn für die Kiesindustrie, dagegen bestes in Tausenden von Jahren in höchster Güte entstandenes Ackerland für immer verloren. Zerstörung ökologischer Zusammenhänge, Eingriffe in Vogel- und Naturschutzgebiete, Grundwasserveränderungen. Und dieser Feldzug gegen unsere Heimat wird immer weiter geführt, damit die Kassen einiger Weniger weiter klingeln. Dies zu Lasten der Gesellschaft und späterer Generationen.

Die Stadt Rees beschloss einst, dass es keine weiteren Abgrabungen geben wird. Wird sie sich hieran halten? Nachdem die erste Reeser Welle durch Gerichtsentscheid scheiterte, erfolgt nun der nächste Genehmigungs-Angriff. Am Freitag, 13. November, 16.30 Uhr, Gaststätte zur Linde (Markett) Alte Poststraße 10 in Esserden, stellen sich die Kieser den „zukünftigen Nachbarn“ unter ihrem zynischen Logo „für eine bessere Umwelt – Reeser Welle 2“ vor.

Wer da nicht hingeht und dort nicht seinen Unmut äußert, der ist selber schuld.

Edurad Wentges, Rees

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