Offene Fragen / Feuer in Bislich                                                     NRZ Wesel v. 04.08.2015

Am Donnerstag, den 23.Juli 2015 brannte die Kiesaufbereitung früh morgens im Bislicher Kieshafen ab. Die Holemans-Gruppe kann diesen Schicksalsschlag aber offensichtlich gut wegstecken. das verwundert nur auf den ersten Blick. die Firma zieht jetzt die organisatorischen Entscheidungen aus der Schublade.

Denn schon vor Jahresfrist hatte der Chef Hüging-Holemans angekündigt, die Aufbereitung von Wesel-Bislich zum Kieswerk Reeser Bruch zu verlagern. Nun nach dem Brand ist die künftige Aufbereitung der Bislicher Förderung im Werk Reeser Bruch keine Überraschung…

Zum Brand und seinen Folgen stellen sich dennoch etliche Fragen.

Warum hatte Holemans in der Bislicher Aufbereitung grö0ere Mengen brennbaren Materials deponiert? Der Kies brennt ja bekanntlich nicht. Wo soll der Sandanteil der Bislicher Förderung gelagert werden ? Denn das Werksgelände Reeser Bruch quillt schon jetzt vom nicht absetzbaren Sand über. Ein Sandberg grenzt dort überall an den anderen.

Inwieweit zahlt Holemans für das vorzeitige Altern der Deichstraße auf dem Banndeich? Schließlich dient der Banndeich vorwiegend dem Hochwasserschutz. Außerdem wurde die Anlage Reeser Bruch unter der Voraussetzung des Schiffstransports genehmigt. Die kommende unverhältnismäßige Beanspruchung durch die schweren Kieslaster verkürzt die Lebensdauer sowohl des Deichkerns als auch der Fahrbahn.

Georg Woede, Rees

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