Nicht das Ende       NRZ vom 19.05.14

Die Niederrheinische Kiesindustrie beweist in den Lokalzeitungen ihren Tod auf Raten. Zielrichtung der Kampagne ist der neue Landesentwicklungsplan (LEP). Dabei stellt sich
die drohende LEP-Korrektur als Folge früheren Erfolgs heraus.

Mit dem alten LEP-Entwicklungsplan konnten die Kiesfirmen ihre Interessen in den Kommunen immer durchsetzen. Die Umwandlung ganzer Landstriche in „Schweizer Käse“
und die Beschneidung kommunaler Kompetenz führten zum Umdenken der Landespolitiker
in NRW. Die früheren Trumpfkarten „Konzentrationsflächen“ verwandeln sich jetzt ins Gegenteil, weil davon nur noch wenige ausgewiesen werden, und weil außerhalb der Zugriff verwehrt wird.

Die Kiesindustrie führt eine Menge an den Haaren herbei gezogener Argumente ins Feld, um ihr Privileg zu wahren. In einem Punkt ist sie aber erstaunlich ehrlich. Der Tod der Niederrheinischen Kiesindustrie bedeutet nicht das Ende der lokalen Bauwirtschaft. Denn Kies und Sand lassen sich genau so leicht importieren, wie sie bisher exportiert wurden.

 

Georg Woede

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