Pech gehabt ?          Betr. ForFarmers                                                       RP vom 20.03.14

Es stellt sich die Frage, wie man die Nutzung der Verladestelle als unproblematisch darstellen kann, angesichts der jahrelangen, unendlich großen Staubexpositionen dort, die weit über die Verladestelle hinausgetragen werden. Wer garantiert, dass diese nicht durch den Wind und mit möglicherweise schädlichen Stoffen (Pilzgifte, Herbizide, Pestizide) behaftet in der Luft von Rees, Haldern und Haffen übertragen werden?

Die Futtermittelverladung im Reeser Eyland war von Anfang an befristet, und unter dieser Prämisse, durfte sie dort durchgeführt werden. Dies wird scheinbar immer wieder vergessen.

Unklar ist, wie ForFarmers Thesing mit einer Verweigerung der Nutzung der Verladestation im Reeser Eyland umgehen würde. Da hier in keinster Weise mehr von einem mittelständischen Unternehmen gesprochen werden kann, die Mehrheitsanteile gehören einem milliardenschweren holländischen Unternehmen, wird man sich wohl eher was anderes einfallen lassen, als das Futterwerk zu schließen. Selbst wenn es zu einer Betriebsverlagerung zum Weseler Hafen käme, warum müssten dann die 80 Arbeitsplätze wegfallen? Es scheint vielmehr, dass dieses dauerhafte Gedrohe mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen einzig dazu dient, Druck aufzubauen, Angst u schüren und führt letztendlich dazu, dass sich inzwischen viele Menschen heftig anfeinden. Muss das sein?

In diesem Zusammenhang wird auch auf die hohen Transportkosten bei einer Anlieferung aus Wesel verwiesen. Mal ist die Rede von 750000 Euro, mal von 1 Millionen Euro. Man sollte aber nicht vergessen, dass diese eingesparten Summen dem Unternehmen Thesing jahrelang zusätzlich einen satten Profit einbrachten, nachdem es (ursprünglich jahrelang aus dem Weseler Hafen anliefernd) die wohlgemerkt zeitlich begrenzte Nutzung der Verladestation erhielt.

Letztendlich sind wir Bürger die Leidtragenden, das Unternehmen hat sein Maximum an Profit und das jahrzehntelang geplante einheitliche Schutzgebiet hat eben Pech gehabt.

 

Melanie Gronau,  Rees

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