"Gegen den Baggerlochverbund”

 
Obwohl zwischen Wesel-Bislich und Rees-Mehr das höchste Hochwasser über die Rheinniederterrasse hinausragt und es deshalb bei einem Deichbruch bis Hardewick/NL flösse, plant man den binnenländischen Baggerlochverbund Wesel-Rees. Ältere Niederrheiner wissen noch: “As et te Bislich get dör de Dick, dann schreien die Kinder te Hardewick”. Künftig sollen Rheinfluten mittels neuer Schleusen, tlw. durch den Baggerloch-Verbund fliessen (fliessen soll dafür auch EU-Geld). Und das, obschon sich hier seit dem 16. Jahrhundert der Bislich-Haffen`sche Polder bewährt (über Bislicher Ley, Lange Renne, Hagener Meer, Haffen`sche Landwehr). Mitteldeutschlands Flut 2013 führte dazu, dass diverse Fluß-Deiche brachen und so Hinterland-Abgrabungen kontaminiert wurden (Heizöl usw). Darum sollten m.E. -soweit möglich- Baggerlöcher von Wesel bis Rees verfüllt und als Grün- u. Ackerland dienen. Da diese grundwassergespeist sind, würde ein Dammbruch per Gewässer-“Kettenreaktion” diese allesamt mit Schadstoffen belasten können. Ob die Kiesindustrie das auch noch gesellschaftlichen Mehrwert nennen würde? Sollten wir hier nicht besser agrarische Nährwerte erzeugen? Landwirtschaft dient allen (im Gegensatz zu Kies). 

 

 
Mit freundlichen Grüßen
 
Wilhelm Wißen
Kneeser Straße 1
19205 Schönwolde

 

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