Abgrabung Reckerfeld
 
Der Geschäftsführer des Deichverbandes Bislich-Landesgrenze Holger Friedrich äußerte am 13.4.2021 in der Rheinischen Post Rees, dass durch das teilweise verfüllte Baggerloch Reckerfeld, auch die trockener werdenden Altrheine profitieren würden.
Da dieses Kiesabbaugebiet durch einen Ringdeich sowohl räumlich als auch funktional getrennt liegt, wird künftig lt. Planung m. W. gar kein Wasser aus diesem Baggerloch in die Baggerlöcher Lohrwardt sowie Roosenhof geleitet. Durch dieses rheinangebundene Baggerloch fließt dieses Wasser unweit der früheren Gaststätte Zelle direkt in den Hauptstrom.
Das Reckerfelder Baggerloch führt vielmehr dazu, daß die ebenfalls dazu benachbarten, als Naturdenkmale geschützte Altwasserlandschaft “Kolke bei Ree-Overkamp” (Haffen-Mehrer-Woyen) dadurch keine ökologischen Vorteile erzielen. Das Reckerfeld stellte einst neben der “Reeser Welle” (die ja genauso in Baggerlöcher verwandelt werden soll) eines der wertvollsten Ackerbaulandflächen in ganz Rees dar.
Der ausschließlich für das Baggerloch Reckerfeld erforderlich gewordene Ringdeich spülte der Kiesfirma Hülskens Millionen-Erlöse in die Kassen (ursprünglich sollte im Reckerfeld lediglich ein rheinferner Deichabschnitt -ohne Baggerloch- gebaut werden).
 
Ersparte sich dieses Unternehmen durch die kostenfreie Überlassung dieses Erdbauwerkes darüber hinaus gar, zusätzliche millionenschwere Betriebsausgaben für den ursprünglich geplanten Rückbau dieses Dammes?
 
 
Wilhelm Wißen
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