Baggerlöcher in Trinkwasserzonen                                            RP 07.01.2020

Trinkwasserschutzexperten des Wasserverbundes Niederrhein warnten im Advent 2020 u. a. im Deutschland-Radio und in Lokalmedien davor, künftig in Wasserschutzzonen Baggerlöcher zu genehmigen (CDU/FDP-Regierung NW befürwortet in spe dort Auskiesungen). Die FDP Duisburg (Bezirksvertretung Süd) sieht beispielsweise am Rhein bei Mündelheim das Grundwasser stark gefährdet, wenn hier der gepl. Hülskens-Kiesabbau folgt (RP-DU. vom 7.1. 2021). Gar Hülskens selbst sieht Engpässe in der Wasserversorgung und will nun Gewässer verstärkt reinigen (RP Rees:”Hülskens erweitert Geschäftsbereich”, v. 6.1. 2021).

Der Initiative Niederrhein-Appell weist auf das Risiko hin, dass sich durch Entkiesungen (infolge zerstörter Funktionen von natürlich filternder Kies/Sand-Schichten) die Temperatur des freigelegten Grundwassers verändern kann. Dadurch fließt das Wasser schneller durch die Bodenpassage, was dann wieder Auswirkungen auf Trinkwasserschutzzonen-Ausweisungen hätte.

Das heißt, dass manchmal auch, wenn man in vorhandenen Wasserschutzgebieten kiesen würde, die Schutzfunktion bis zu Brunengalerien gar nicht mehr gegeben ist (Baggerlöcher und Brunnen weisen i. d. Regel ähnliche Tiefen auf).

Mit anderen Worten bedeutet es, dass z.B. das geförderte Trinkwasser wohl nicht mehr der Trinkwasserschutzverordnung entspricht (dann kann es krank machen).

Das Problem der Kiesindustrie ist m. E., dass es nur eine einmalige Gewinnsituation ist für wenige, anstatt Trinkwasser für viele gewonnen wird, was halt eben ein Vorteil für viele wäre.

Für mich folgt daraus, “Hände weg vom Trinkwasser”, zum Wohle unseres wichtigsten Lebensmittels.

Wilhelm Wissen


 
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