Rheinische Post Wesel vom 15.06.2019

Herr Hovest (SPD Wesel) sagte erst vor wenigen Monaten auf einem SPD-Abend im Haus Duden zu gepl. Baggerlöchern im Gebiet der Stadt Wesel allen Ernstes, dass im Vahnumer Bruch soviel Gülle ausgebracht würde, dass er dort nie eine Gans sähe (als damaliger Gast, kann ich mich gut erinnern, dass der Weseler Landwirt Schmäh ihm damals allerdings vehement widersprach).

Diesen Satz -dieses Mal als Gag gemeint-, wiederholte er nun in dem RP-Artikel vom 14.6. 2019. Darüber hinaus verlautbarte die Weseler SPD zwischenzeitlich, dass der NABU NRW angeblich einem kreisüberschreitendes Baggerloch zwischen Bislich und Mehr zustimmen würde.

Richtig ist hingegen lediglich, dass der NABU der Überlegung, den dortigen Rheindeich zurück zu verlegen, sehr positiv, gegenüberstünde. Zumal wenn in diesem Zusammenhang angestrebt würde, dort im EU-Vogelschutzgebiet (es wurde für Feuchtgebietsarten der Niederrheinauen ausgewiesen) Flachwasserzonen -wie es auf der linksrheinischen Bislicher Insel bei Xanten bereits sehr erfolgreich umgesetzt wurde- anzulegen.

Beabsichtigen die Sozialdemokraten Wesels hier etwa sowohl die Landwirtschaft als auch den Naturschutz durch unrichtige Äußerungen, zugunsten der Interessen der Kiesindustrie vereinnahmen zu wollen (zumal die Reeser SPD -wie alle anderen Parteien in Rees- in ihrer Kommune weitere Baggerlöcher ja ablehnen) ?

Das wäre im wahrsten Sinne ein linker Zug der Weseler Genossen.

Wilhelm Wißen

Rees

 

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