RP Wesel v. 14.08.2018

 

Keine Nachweise

 

CDU Wesel setzt auf Einigkeit beim Kiesabbau

 

Es geht hier doch nicht um die Frage wo neue Baggerlöcher entstehen sollen, sondern warum überhaupt neue Flächen für Abgrabungen ausgewiesen werden sollen. Am 28. Juni 2017 stellte ich im Kreis-Planungsausschuss die Frage, .wie sichergestellt werde, dass aus allen Abgrabungen entsprechend der Genehmigung vollständig der Kies und Sand entnommen wird. Die schriftliche Antwort lautete: „Die im Kreis tätigen Abgrabungsfirmen haben ein wirtschaftliches Interesse an einer möglichst vollständigen Ausbeute der Lagerstätte. Durch die eingesetzte Technik ist sichergestellt, dass eine optimale Gewinnung des Rohstoffes erfolgt". Es überprüft also keine Behörde, ob wirklich vollständig entnommen wurde.

 

Auf der Veranstaltung des WDR 5 „Stadtgespräch" in Rees am 21. Juni 2018 antwortete Herr Strunk (Firma Hülskens) auf die Frage, wie viel Kies jährlich ins Ausland exportiert werde: „Das weiß niemand". Es ist beunruhigend, ·dass es offenbar derzeit keine Auskiesungs- und Verwendungsbilanzierung gibt. Nur anhand solcher Daten kann festgestellt werden, wie groß der Bedarf in Zukunft sein wird und in welchem Maße vermehrt Ersatzstoffe (Recyclingstoffe) eingesetzt werden könnten. Die Kiesindustrie fordert weitere Flächen, ohne den Nachweis zu erbringen.

Und die Politik fragt auch nicht nach. Sie nimmt wissentlich und vorsätzlich durch ihre Entscheidung in Kauf, dass weitere wertvolle landwirtschaftliche Flächen unwiederbringlich verloren gehen. Dank der Politik ist der Niederrhein ein Selbstbedienungsladen der Auskieser geworden.

 

 

Dieter Haller, Hamminkeln

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