NABU Kreisverband Kleve e.V.                                          Nabu-Presse-Info

 

Adalbert Niemers, Eltener Str. 10                                              Emmerich, den 17.01.2018
46446 Emmerich, Tel.02822/70382

 

 

                  NABU lehnt Abgrabung der Reeser Welle ab


Der Naturschutzbund Deutschland lehnt die Abgrabung der Reeser Welle nach wie vor ab.

Auch nach den teilweise geänderten Plänen droht die Vernichtung von über 100 ha wertvoller Kulturlandschaft im EU-Vogelschutzgebiet (EU-VSG) und damit zugleich der Verlust von über 100 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Es sind nicht nur eine Entwertung des EU-VSG zu befürchten, sondern auch  tiefgreifende Veränderungen der Fließrichtungen und der Fließgeschwindigkeiten des Grundwassers bei Hochwasser mit bisher nicht abzuschätzenden Risiken.

Ob es um die Ausgestaltung des derzeit in Arbeit befindlichen Regionalplans oder aber um die Verabschiedung von gesetzlichen Vorgaben zum Naturschutz und zu Abgrabungen geht, immer sind dies auch politische Entscheidungen, auf die  betroffene Kommunen Einfluss nehmen können. Sie sollten es aber auch in Planungsverfahren tun.

Erfreulicherweise hat sich der Rat der Stadt Rees 2016 eindeutig gegen die Abgrabung ausgesprochen. Jetzt wäre es wünschenswert, dass die Stadt Rees sich konsequenterweise auch mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Abgrabung wehrt.

Das Landesbüro der Naturschutzverbände in Oberhausen, das auch die Verbände NABU und BUND vertritt, ist der Auffassung, dass auch der jetzige Antrag der Abgrabungsfirmen nicht genehmigungsfähig ist. Es wird deshalb in Kürze eine detaillierte ablehnende Stellungnahme abgeben.

Damit im Verfahren möglichst alle Bedenken vorgetragen werden, wäre es wünschenswert, dass auch die betroffenen Bürger, die Einwände gegen das Projekt haben, diese fristgerecht erheben.

Adalbert Niemers   2. stellv. Vors.

Verteiler:
RP-Em,  NRZ-Em, Stadtanzeiger, Niederrhein Nachrichten, Gelderlander

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