Kreis- SPD fordert: Auskiesung reduzieren


KreisKleve (RP) Die Kreis-SPD hat einen Antrag zur Begrenzung des Kiesabbaus an die Landtagsfraktion geleitet mit der Bitte, ihn in den Landtag einzubringen. In dem Antrag fordern die Sozialdemokraten, die Abgrabungsgeschwindigkeit zu reduzieren. „Bei einer Ausweisung von Abgrabungsbereichen ist die Größe der Bereiche immer davon abhängig, wie viel in einem Jahr abgegraben wird. Ein verstärkter Kiesabbau führt zu zusätzlichem Ausweisungsbedarf. Das wirkt preismindernd und führt zu verstärktem Kiesexport“, sagte SPD-Kreistagsmitglied Sigrid Eicker.

Rheinische Post Emmerich
Dienstag, den 29. April 2008


Kies : Protest gegen neue Flächen Kreis Kleve


VON LUDGER DISTELKAMP


kreiskleve/REES Es gibt einen massiven Protest von den niederrheinischen Kreisen gegen die Pläne der Bezirksregierung zur Ausweisung von weiteren Kies-Flächen im Regierungsbezirk Düsseldorf. Auch der Kreis gehört zur Front der Ablehner. Die Einwände führten dazu, dass die Kommunen in einem neuen Beteiligungsverfahren nochmals gehört würden, erklärte Dr. Hermann Reynders im Landschaftsbeirat des Kreises Kleve. „Ich hoffe, das sich was bewegt. Denn ist ein Unding, eine Planungssicherheit von 50 Jahren zu gewährleisten. Niemand weiß, was dann ist“, so der Fachbereichsleiter für Umwelt und Technik in der Kreisverwaltung gestern vor dem Beirat. Der Landschaftsbeirat ist wie der Kreistag dagegen, dass es für Kiesindustrie eine Abgrabungsgarantie für fünf Jahrzehnte gibt.


Maximal 30 Jahre, besser 25 Jahre reichten aus, sagte gestern Hans-Hugo Papen im RP-Gespräch. Der CDU-Politiker forderte die Landesregierung auf, dass im Landesentwicklungsplan oder durch ein Gesetz die Position des Kreises und der anderen niederrheinischen Kommunen festgeschrieben wird. Bei der Festlegung von Abbaugebieten müsse auch berücksichtigt werden, dass durch den Braunkohleabbau automatisch Kies gefördert werde. Dadurch könne am Niederrhein die Flächen für die Bagger gesenkt werden, so Hans-Hugo Papen.


Die Bezirksregierung hatte vorgeschlagen, dass allein im Kreis Kleve weitere 1700 Hektar zur Abgrabung des niederrheinischen Goldes in den nächsten Jahrzehnten zur Verfügung stehen sollen. 1600 Hektar stünden doch noch im jetzigen Gebietsentwicklungsplan für Bagger, argumentierte der Kreistag jüngst in einer Stellungnahme gegen Düsseldorf.


Er rechnete der Bezirksregierung vor, dass beim Abbau-Tempo in der Vergangenheit mit 52 Hektar im Jahresschnitt die Versorgungssicherheit für die Kiesindustrie noch für knapp 30 Jahre gewährleistet sei.

- /LUDGER DISTELKAMP


Rheinische Post
Mittwoch, den 24. Oktober 2007


Keine weiteren Abbauflächen

21.09.2007 / Lokalausgabe / NRZ

KREIS KLEVE. Entschieden wehrt sich der Kreis Kleve gegen die Ausweisung von weiteren Kiesabgrabungsflächen. Verwaltung und Politik haben sich gestern im Kreistag gegen die geplante Änderung des Regionalplans für den Regierungsbezirk Düsseldorf ausgesprochen. Es seien zentrale Fragen für die Beurteilung des Flächenbedarfs für Abgrabungen nicht angemessen behandelt worden, heißt es in einer Stellungnahme des Kreises an die Bezirksregierung. Der vorgesehene Planungs- und Versorgungszeitraum für Abgrabungen sei viel zu lang und führe ständig zu neuen Begehrlichkeiten bei der Kies- und Sandindustrie. Laut Regionalplan sollen zusätzlich 2800 Hektar als Sondierungsfläche ausgewiesen werden, davon 1700 Hektar im Kreis Kleve. (ik)

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