EDEN: Neue Auskiesung am Reeser Meer geplant

REES (zel) Am Reeser Meer wird bekanntlich nicht nur an der Norderweiterung abgegraben, sondern auch am so genannten Südsee. Hier hatte die Niederrheinische Kies- und Sandbaggerei (NKSB) 2006 die Genehmigung des Kreises erhalten, zusätzliche Flächen auszukiesen. „Süderweiterung“ wurde diese rund 2,8 Hektar große Auskiesung im (Reeser) Volksmund getauft.

Jetzt ist im Gespräch, dass darüber hinaus noch weitere Flächen am Südsee abgegraben werden sollen. Josef Stempel von der Bürgerinitiative EDEN, der auch Mitglied im Beirat der unteren Landschaftsbehörde des Kreises ist, hat einen entsprechenden Fragenkatalog an den Kreis geschickt. Er möchte wissen, ob es einen neuen Abgrabungs-Antrag der NKSB gibt, wie groß die neue Auskiesung sei und in welchem Bereich sie liegen solle.

Vom Kreis Kleve heißt es auf RP-Anfrage, dass noch kein neuer Antrag vorliege. Bekannt sei aber, dass beabsichtigt sei, eine Abgrabungsgenehmigung für eine weitere Fläche am Südsee des Reeser Meeres einzureichen.

Bei der NKSB will Unternehmenssprecherin Claudia Kressin die Überlegungen noch nicht kommentieren. Sie kündigte zu dem Thema am Freitag eine Pressekonferenz an. Dann solle die Angelegenheit umfassend besprochen werden.

20 bis 30 Hektar ?

Josef Stempel sieht auf jeden Fall auch Folgen für das Ferienhaus-Projekt. „Der Park wäre dann von zwei Lärmquellen eingeschlossen. Einmal durch die Bagger in der Norderweiterung und zum anderen durch die Auskiesung in der Süderweiterung.“ Wer werde denn da noch viel Geld in ein Haus am See investieren, wenn er über viele Jahre mit Krach und Lärm leben müsse?, fragt Stempel weiter. Seinen Informationen nach soll die geplante neue Abgrabung eine Größe von 20 bis 30 Hektar haben.

Rheinische Post Emmerich
Datum: Dienstag, den 10. Juni 2008

NRZ vom 09.06.2008

10.06.2008 / Lokalausgabe

311 Unterschriften gesammelt. Als großen Erfolg wertet der Verein EDEN seinen am Samstag aufgebauten Stand, an dem sich die Bürger mit ihrer Unterschrift gegen eine weitere Auskiesung ihrer Heimat aussprechen konnten. 311 Bürger unterzeichneten. Die Liste sollen mit anderen Unterschriftenlisten aus der Region Niederrhein dem Landtag übergeben werden.