Leserbrief zum Thema Arbeitsplätze in der Kiesindustrie

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RP Sa. 11. Dezember 2010 auf der Seite „Kreis Kleve – Regional“

 

 

 

Dass die Mitarbeiter der Kiesfirmen um ihre Arbeitsplätze bangen, ist auf den 1. Blick verständlich, relativiert sich aber, wenn man weiß, dass die Kiesindustrie noch 30 Jahre lang weiterbaggern darf. Gleichzeitig werden Arbeitsplätze durch diese Abgrabungen in der Landwirtschaft und in vor- und nachgelagerten Bereichen vernichtet. Zum Beispiel in Rees

24 Arbeitsplätze pro 100 ha und z.B. in Nettetal 84 pro 100 ha ( Zahlen der Landwirtschafts-kammer ). Welche Berufsgruppe hat 30 Jahre Planungssicherheit? Viele große und kleine Betriebe in den verschiedensten Sparten mussten sich wg. Strukturwandel oder Ähnliches in den letzen Jahrzehnten neuen Gegebenheiten anpassen und umstellen. Viele haben das hervorragend geschafft. Warum sollte das nicht auch die Kiesindustrie schaffen? Denn weiterbaggern, um vermeintlich Arbeitsplätze zu erhalten, stellt doch die Argumentationskette für eine Abgrabung auf den Kopf. Das Ergebnis ist doch, dass dadurch weiter unumkehrbar zerstört und unser Niederrhein unwiederbringbar ausgeplündert wird – mit allen ökologischen und ökonomischen Nachteilen für die Gesellschaft. Für wen und wofür eigentlich? Und das alles ohne Haushaltung und Nachhaltigkeit ! Die bisherige Abgrabungsstrategie ist nicht mehr zeitgemäß. Wir können nicht die ganze Welt mit Kies versorgen.

Druck ausüben mit dem Arbeitsplatzargument ist nicht angemessen.

 

 

 

Bürgerinitiative

EDEN e.V. Rees Rees, den 13.12.10

Dr. Leo Rehm

Bergswick 9

46459 Rees

Tel.: 02857/3473

Fax.: 02857/93201

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