Bürgerinitiativen

„Zukunft Esserden“

„EDEN e.V.“

 

Esserdener Str. 34

46459 Rees

 

22.09.2021

 

An:

Die Landrätin des Kreises Kleve

Frau Silke Gorißen

Kreisverwaltung Kleve

 

Nassauerallee 15-23

47533 Kleve

Offener Brief zur beabsichtigten Abgrabung „Reeser Welle“

Sehr geehrte Landrätin Frau Gorißen,

 

als besorgte Reeser Bürger und aus der Umgebung wenden wir uns an Sie als Landrätin des Kreises Kleve in Ihrer Funktion als Vorgesetzte der Genehmigungsbehörde für die geplante Abgrabung „Reeser Welle“ in Rees-Esserden. Anlass dafür sind unter anderem die schrecklichen Bilder der Kiesgrube aus Erftstadt-Blessem.

 

Dort hatte man sich bisher nicht vorstellen können, welche Zerstörungskraft Wasser gerade im Zusammenhang mit einer Naßabgrabung haben kann, und dass eine solche Situation absolut nicht zu beherrschen ist.

 

Das geplante Projekt „Reeser Welle“ soll ja bekanntlich rheinseitig und in unmittelbarer Nähe zum Hochsicherheitsbereich des Banndeiches in einem „gesteuerten“ Hochwasser-Rückhaltepolder als offenbleibende Naßabgrabung durchgeführt werden.

 

Gerade das Geschehene in Blessem (auch hier ist im Vorfeld gewarnt worden) wirft doch in erschreckender und nachhaltiger Weise die Frage auf, wer kann denn überhaupt abschätzen,

wie sich die Strömungsverhältnisse des Rheins bei Hochwässern auf diese offene Abgrabung

und gerade auf das umliegende Gelände und Bauwerke wie den Banndeich und benachbarte Siedlungsbereiche auswirken?

 

Das Hochwasser- und Überschwemmungsszenario des Deichverbandes Bislich/Landesgrenze als Folge eines Deichbruchs mit den immensen Auswirkungen in der Region bis weit nach Holland hinein dürfte doch hinreichend bekannt sein. Da hält niemand mehr etwas auf. https://www.youtube.com/watch?v=GCR8ESw_EfQ

 

Die katastrophalen Folgen für Mensch und Tier würden unermesslich sein.

Unermesslich wäre ebenfalls der Schaden an Hab und Gut, sowie für Industrie und Wirtschaft.

 

Verantwortung dafür zu tragen haben alleine die Menschen, die ein solches Projekt genehmigen, nämlich die Genehmigungsbehörden.

 

 

 

 

 

 

Viele Menschen in Rees stellen sich die Frage, ob die Interessen zweier privatwirtschaftlich arbeitender Unternehmen es überhaupt wert sein können, dass eine große Region solch einem extrem hohen und völlig unkalkulierbarem Risiko ausgesetzt werden könnte.

 

 

Mit freundlichem Gruß

 

 

 

für Zunkunft Esserden und EDEN e.V. Rees

 

 

 

 

 

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Iris Jagoda Andreas Elbers

 

 

 

 

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Wolfgang van Laak Melanie Gronau

 

 

 

 

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Dr. Leo Rehm Heinz van Laak

 

 

P.S.:

Dieses Schreiben wird in Kopie zur Kenntnisnahme an die Bezirksregierung Düsseldorf, Landesregierung Düsseldorf, Ministerin Ursula Heinen-Esser (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) und an die regionale Presse weitergeleitet.

 

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