Zukunft Esserden, EDEN e.V., Esserdener Straße 34, 46459 Rees                   Rees, den 12.07.2019

 

 

An das Bistum Münster

Fachstelle Umweltschutz

Domplatz 27

48143 Münster

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Freitag, den 28. Juni 2019 berichtete die Rheinische Post im Emmerich/Reeser Lokalteil unter der Überschrift „Weihbischof lobt ´Fridays for Future´“ über den Besuch von Weihbischof Rolf Lohmann, der auf Haus Aspel über Umweltschutz, Klimaschutz und in diesem Zusammenhang auch über Glaubwürdigkeit sprach (Artikel liegt in Kopie bei). Weihbischof Lohmann ist immerhin in der Deutschen Bischofskonferenz Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Umwelt und Ökologie.

Diesen Bericht nehmen wir als Bürgerinitiativen EDEN (Erhaltet Den Einzigartigen Niederrhein) und Zukunft Esserden zum Anlass, unser Befremden über das Verhalten des Kirchenvorstandes St. Irmgardis Rees auf eine schriftliche Anfrage mitzuteilen. EDEN e.V. und Zukunft Esserden setzen sich hier am Niederrhein und insbesondere in Rees mit sehr viel Energie und Aufwand vor dem Hintergrund der sich immer mehr ausbreitenden und Kiesabgrabungen, welche zu einem großen Teil nur dem profitablen Exportgeschäft dienen, für die Bewahrung der Schöpfung ein.

Die Kernfrage in dem o.g. Schreiben von EDEN u. Zukunft Esserden an den Kirchenvorstand ist, wie dieser sich bezüglich kircheneigener Grundstücke in dem beantragten Abgrabungsgebiet „Reeser Welle“ bei einem möglichen Rücktrittsrecht vom Verkaufsvertrag, sofern dieses vorhanden ist, verhalten wird.

Die Anfrage ist bereits mit Datum vom 2.6.2019 gestellt worden. Bisher erfolgte keine Antwort!

Für uns stellt sich die Frage, wie steht das Bistum zu diesem Thema, und werden wir überhaupt eine schriftliche Antwort auf unsere schriftliche Anfrage bekommen? Hätte die Kirche hier nicht die Chance, durch Ihren Worten entsprechendem Handeln an Glaubwürdigkeit zu gewinnen?

Eine Verkaufsabsicht von kirchlichen Grundstücken für kurzzeitigen finanziellen Vorteil mit der Folge der unumkehrbaren ewigen Vernichtung dieser wertvollen Ackerböden, der landwirtschaftlichen Arbeitsplätze, sowie dieser wunderbaren niederrheinischen Natur, sehen wir, wie in dem Brief vom 2.6.2019 beschrieben, als nicht vereinbar mit den höheren ethischen Werten und Ansprüchen an Wahrhaftigkeit der Kirche, die in Fürbitten und Kanzelworten nicht nur in der Gemeinde St. Irmgardis für den Erhalt der Schöpfung gesprochen werden.

Vielmehr bietet sich für die Kirche gerade hier die große Chance in weiten Teilen der Bevölkerung durch entsprechendes aktives Handeln für die Schöpfung Anerkennung zu erlangen und verlorene Glaubwürdigkeit wiederherzustellen.

Das oben zitierte Schreiben an den Kirchenvorstand legen wir in Kopie zu ihrer Information bei.

Da das Thema Kiesabgrabungen hier am Niederrhein und gerade hier in Rees von immer mehr Menschen quer durch alle Bevölkerungsschichten immer kritischer beurteilt wird und dadurch im öffentlichen Interesse steht, geben wir dieses Schreiben an die Presse weiter.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Heinz van Laak      1. Vors. Eden e.V.     Dr. Leo Rehm        Melanie Gronau   Eden e.V.                 

Iris Jagoda              Sprecherin Zukunft Esserden                       

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