Kein Kies-Mangel                                                                                                                           RP Wesel, 01.08.17

 

lnterwiew mit der Firma Holemans

 

Was die Holemans Geschäftsführung zur Lage der niederrheinischen Kiesindustrie sagte, entspricht dem heutigen Stand solcher Selbstdarstellung. Es werden wichtige Pakten dargelegt, aber Lücken offen gelassen. Wenn die fehlende Information erheblich ist, schmälert das das Vertrauen in Auskunft und Organisation. Die niederrheinische Kies-Branche steht vor einem Abgrund, wenn die Politik keine neuen Abgrabungen genehmigt. Das sagen ihre Firnen-Chefs seit Jahren. Auch die Interviewten wichennicht von dieser Linie ab.

Andererseits ist allzu lautes Wehklagen dem Ruf abträglich, und so verbreitet man Zuversicht. Diese Gegensätze ließen sich nicht ganz überzeugend überbrücken. Interessant sind Aussagen zum Absatz von Kies und Sand. In Deutschland betragen die jährlichen Mengen rund 250.000 Tonnen. Davon entfallen etwa 50.000 Tonnen auf den Niederrhein -also ein Fünftel.

Daraus ergibt sich folgender Schluss: Wenn die niederrheinische Produktion wegbricht, führt das nicht zum Mangel. Denn die deutschen Kieswerke produzieren nicht an der Leistungsgrenze. Außerdem können wir nach dem Vorbild der Niederlande Hartgesteinprodukte wie Schotter und Splitt z. B. aus Norwegen auf dem Wasserweg importieren.

Georg Woede

Rees

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