Vorwort zur

Stellungnahme EDEN e.V. zur geplanten Abgrabung Histenbruch

Mit dem Abbau von Kies und Sand werden der Natur-, sowie insbesondere der Wasserhaushalt nachhaltig verändert und äußerst wertvolle Böden der unteren Niederrheinterrasse unwiederbringlich zerstört. Diese massiven Eingriffe in das Grundwasser sind in ihrer Komplexität nicht mehr rückgängig zu machen.

In vielen Bereichen ergeben sich zunächst Grundwasserabsenkungen, die aber in bestimmten Situationen, wie z.B. Rheinhochwasserständen oder Grundwasserhochständen genau in das andere Extrem umschlagen können.

Bis zum 02.06.2017 konnte jeder Bürger beim Kreis Wesel in die Antragsunterlagen zur geplanten Großabgrabung „Histenbruch“ mit verbleibender Wasserfläche von 95 ha Einsicht nehmen, bzw. sich diese Unterlagen als Download auf seinem Computer abspeichern.

Eine solche Offenlage dient dazu, dass sich Bürger über ein geplantes Vorhaben informieren können, und die Gelegenheit erhalten bei der genehmigenden Behörde (hier die Kreisverwaltung Wesel) einen Einwand zu erheben, insofern sie sich als von dieser Maßnahme betroffen sehen, bzw. von deren Belange betroffen sind.

Diese Möglichkeit des Einwandes besteht für die geplante Großabgrabung „Histenbruch“ noch bis zum 16.06.2017.

Zur geplanten Großabgrabung „Histenbruch“ (99 Ha/ 138,7 Fußballfelder) nimmt Eden e.V. wie folgt Stellung:

Eden e.V. setzt sich für den Erhalt des einzigartigen Niederrheines ein. Dabei beurteilt Eden abgrabungsbedingte weitere Eingriffe in den Grundwasserkörper mit immer weiter fortschreitender Beeinflussung der Grundwasserverhältnisse zum offensichtlichen Nachteil einer ganzen Region als äußerst bedenklich. Aufgrund dieses langjährigen Einsatzes, auch unter Hinzuziehung fachlicher Unterstützung, werden die Belange des Vereines EDEN e.V. von dieser Maßnahme berührt.

Bezüglich verschiedenster Punkte, die EDEN e.V. in seiner Stellungnahme näher aufführt, zweifelt der Verein die Gültigkeit des Hydrogeologischen Gutachtens an (somit auch die Genehmigungsfähigkeit), und sieht bei Durchführung dieser Maßnahme dadurch bedingt eine Gefahr für Hab und Gut der Bevölkerung bei extremen Rheinhochwasserständen oder aber auch von landseits heranströmenden hohen Grundwasserständen, wie z.B. im Juni 2016.

In Wahrung ihrer Fürsorgepflicht den Bürgern gegenüber, fordern wir die genehmigenden Behörden auf, hinsichtlich des Hydrogeologischen Gutachtens eine genaueste Prüfung der Genehmigungsunterlagen vorzunehmen.

Wir haben in der Onlineeinstellung auf das Zitieren von Original- Textpassagen verzichtet, um nicht Gefahr zu laufen, von Seiten des Antragsstellers juristisch angreifbar zu sein. Solches Verhalten würden wir jedoch unverzüglich über die Medien an die Bürger weitergeben.

Die Original- Textpassagen können auf Anfrage bei EDEN e.V. eingesehen werden.

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