Wann darf Isselwasser in die Baggerseen fließen ?

Zum Artikel „Kein Wasser, wo es wehtut“, BBV v. 09.03.17

Viele Besucher verließen verhalten optimistisch die Versammlung, insbesondere, als aufgezeigt wurde, dass es noch nicht feststeht, wer für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich ist und wird die notwendigen Maßnahmen bezahlt. Es wurden nur die oberirdischen Prozesse dargestellt, die Auswirkungen im Boden wurden nicht aufgezeigt.

Weiterhin wurden die Problematik der lang anhaltenden erhöhten Grundwasserstände nicht angesprochen.

Es wurde dargestellt, dass das Einleiten von Isselwasser in Baggerseen sich positiv auf das letzte Hochwasser ausgewirkt hat. Leider wurde versäumt, deutlich darauf hinzuweisen, dass diese Baggerseen kein geschlossenes System darstellen, sondern unmittelbar mit dem Grundwasser und den tiefer liegenden Wasser führenden Schichten verbunden sind. dies bedeutet, da keine filtrierende Deckschicht mehr vorhanden ist, dass mit Schadstoffen kontaminiertes Isselwasser in das Grundwasser eindringen kann und dadusch eine Verunreinigung des Trinkwassers nicht aus geschlossen werden kann.

Es muss eindeutig und für jeden Bürger nachlesbar sein, unter welchen Bedingungen kontaminiertes Isselwasser in Baggerseen eingeleitet werden darf. Wie lange ist die Verweildauer, wann muss das eingeleitete Wasser wieder abgepumpt werden und wohin?

Welche Auswirkungen hat dieser Vorgang auf den Grundwasserspiegel (kein geschlossenes System)? Hier sind noch viele offene Fragen, welche zu beantworten sind.

Begleitend dazu ist es bei der Ursachenforschung zwingend notwendig, dass ein hydrologisches Gutachten erstellt wird, in dem insbesondere die Auswirkungen und Zusammenhänge wie das Verhalten der Oberflächen- und Grundwässer sowie Wasserstände von Issel und Rhein bei Starkregen untersucht werden.

Dieter Haller

Hamminkeln

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