18. Mai 2016

Naturschutz gegen Abgrabung

Die Landesverbände des Naturschutzbundes Deutschland, Nabu, und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, BUND, halten das Abgrabungsvorhaben Reeser Welle für nicht genehmigungsfähig und haben deshalb eine ablehnende Stellungnahme abgegeben.

Wenn das Gebiet im Regionalplan als Bereich für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze vorgesehen sei, stünden dem Vorhaben andere Ziele der Landes- und Regionalplanung durchgreifend entgegen. Sie berücksichtigen nämlich die hier vorrangigen Schutzvorschriften zugunsten von Natur und Landschaft.

Das Vorhaben widerspreche in erheblicher Weise den Erhaltungszielen des Natura-2000-Gebietes Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein. U.a. werde der drohende Verlust von Gänserastplätzen nicht ausgeglichen. Auch Beeinträchtigungen der FFH und Naturschutzgebiete Bienener Altrhein, Grietherorter Altrhein und Rhein-Fischschutzzonen zwischen Emmerich und Bad-Honnef seien unausweichlich. Zudem stünden artenschutzrechtliche Zugriffsverbote entgegen. Die Planung könne sich nicht auf ausreichende Untersuchungen stützen, die die kummulativen Wirkungen von diesem und anderen Engriffen ("Summationsbetrachung") erfassen würde.

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