Reeser Welle geht in die nächste Runde                            NRZ Emmerich 10.11.2015



Esserden. Vor rund vier Wochen haben die beiden Unternehmen Hülkskens GmbH & Co KG und die Holemans-Gruppe einen erneuten Antrag zur Abgrabung der „Reeser Welle“ gestellt. Dieses Mal beim Kreis Kleve. Es gibt drei wesentliche Änderungen zum Erstantrag. „Weil wir die Befürchtungen, die die Reeser, vor allem die Esserdener, mit dem Erstantrag hatten, ernst genommen haben und bei der neuen Planung darauf reagiert haben“, begründete Dr. Rudolf Koss, Geschäftsführer bei Hülskens GmbH & Co KG.

Was also ist neu: In dem neuen Antrag distanzieren sich die Unternehmen von einer schwimmenden Aufbereitungsanlage und favorisieren eine an Land liegende in Rheinnähe. „Also weit von den Nachbarn entfernt, um Lärmbelästigungen weitgehend auszuschließen“, so Dr. Koss.

Neu ist auch, dass man nun tatsächlich die Kreisstraße 18 erhalten will, so dass man weiterhin in Rheinnähe von Rees über Reeserward Richtung Bienen fahren kann. Das schmälert allerdings das Abgrabungsgebiet um rund zehn auf 95 Hektar Fläche.

Dritte Änderung: Die ohnehin schon geplante Dichtschürze aus Lehm soll noch massiver werden, damit im Hochwasserfall möglichst wenig Wasser unter der Schürze durchsickern kann. Die Dichtschürze soll auf den schrägen Kiesböschungen platziert werden, um eine Dichtung zwischen der massiven Tertier-Schicht, also den Meeresablagerungen, und der relativ festen Lehmauflage, also dem Ackerbodens, zu erreichen. Zudem sind sogenannte Sümpfungsbrunnen zur weiteren Sicherung geplant. Sie sollen landseitig entlang des Deichkörpers gebaut werden. Im Hochwasserfall soll mit den Brunnen Wasser abgepumpt werden.

Auch für die Sicherheit des Hofes Brauer im Falle einer Abgrabung haben die Mitarbeiter beider Unternehmen ein Konzept entwickelt, das sie den Nachbarn im Vorfeld vorstellen wollen.



Maria Raudszus, NRZ Emmerich

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen.
Weitere Informationen Ok