Eden: „Die Lebensgrundlage wird weggebaggert.“                                RP vom 18.07.2015

Heinz van Laak, Vorsitzender des Vereins Eden kritisiert, dass immer noch bestens niederrheinisches Erdreich allzu oft unter den Schaufel der Kiesbagger verschwindet.

“Unsere einzige Heimstatt, die Mutter Erde, entstand ohne Zutun des Menschen. Die Natur haben wir also als ein geerbtes Geschenk erhalten. Im Niederrheinland segnetet sie uns mit mächtigen Kiesvorkommen. Außerdem soll ja einst hier der Garten Eden gewesen sein“, schrieb er.

Mit der Auskiesung einher gehe nicht nur der Schwund dieses kostbaren, begrenzten Bodenschatzes, sondern auch der Verlust des landwirtschaftlichen Nährbodens. „Mit Haut und Haaren wird baggerlochbedingt reiche Erde, sprich die natürliche Bodenschichtung, jeweils vernichtet“, kritisiert er.

Zur ökologischen Erosion geselle sich die soziale. Van Laak: „Gerade junge Leute verlassen das Land, weil Jobs fehlen. diese Bodennutzung ist nicht zukunftsfähig, denn Baggerlöcher sind nur noch monotone Endlager für dadurch nunmehr ungeschützt freiliegendes und gefährdetes Grundwasser, unser wichtigstes Lebensmittel“, heißt es weiter.

Dabei gehe es nicht nur um landschaftliche Schönheit, sondern vor allem um unsere Lebensgrundlage. Der Untere Niederrhein weise gegegnüber den Ballungsräumen viele Standortvorteile auf, die es zu nutzen gelte. Van Laak fragt. „Ist der Düsseldorfer Landespolitik dieses etwa gleichgültig geworden?“

Heinz van Laak / 1. Vors. „Eden-Niederrehein“

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