Kreis Wesel                                                     RP v. 23.06.2015

Kreis-Grüne fordern klare Position gegen Kies-Raubbau

Kreis Wesel. Hanns Dieter Hüsch (1925-2005) hat wie kein zweiter den Niederrhein bekannt gemacht. Die Menschen seiner geliebten Heimat hatten es dem Kabarettisten ebenso angetan wie ihre Landschaft. Ulrike Trick und Hubert Kück nutzten gestern ein Gedicht Hüschs, um auf ihren Antrag zum Erhalt derselben aufmerksam zu machen. Hintergrund ist die Neuaufstellung des Landesentwicklungsplans (LEP), in dem es auch um Kiesabbau geht. Die beiden Mitglieder der Kreistagsfraktion der Grünen erinnern an eine bereits 2013 vom Kreistag formulierte Position, die er nun erneut zum Ausdruck bringen soll. Tenor: Raubbau beim Kies reduzieren.     Von Fritz Schubert

Landwirtschaftliche Eingriffe in die Landschaft, so die Grünen, ließen sich beheben, nicht aber eine Auskiesung. Der See sei auf ewig da und klar mit Verlust von Landschaft verbunden. Ein gesellschaftlicher Mehrwert, der von der Kies-Industrie ins Feld geführt werde, sei nicht zu erkennen. Bereits jetzt seien 19 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche im Kreis Wesel ausgekiest beziehungsweise für solche Vorhaben ausgewiesen. Die Grünen machen sich nun für eine Bekräftigung der Forderungen von 2013 stark, dass nur noch in Fünf-Jahres-Zeiträumen geplant werden dürfe und die Vorratsfläche jeweils um 20 Prozent zu reduzieren sei. Ebenso machen sie auf die Erhebung des Kies-Euros aufmerksam, die Bestandteil des Koalitionsvertrages der Landesregierung ist. Die Grünen wollen die Ressource Kies für kommende Generationen geschont wissen, der Senkung des Grundwasserspiegels entgegenwirken und die Filterfunktion von Kies und Sand für Trinkwasserlager erhalten.

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen.
Weitere Informationen Ok