Kiesbedarf amtlich berechnen  NRZ vom 20.03.14


Isselburg.

Eines der wichtigsten Ziele von Issselburg21 ist, gegen die Vernichtung wertvoller Ackerböden durch die Kiesindustrie ins Feld zu ziehen. Mit den Bürgerinitiativen Eden und Dinxperwick wurde folgende Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan erarbeitet:

Der Kies soll der langfristigen Versorgung der heimischen Bevölkerung als Endverbraucher dienen und auch den folgenden Generationen zur Verfügung stehen. Durch den bisher maßlosen Raubbau wird dieses Ziel nicht zu erreichen sein.

Der Bedarf soll sich nicht nach dem derzeitigen Abbauvolumen orientieren, sondern auf amtlich geprüfte statistische Daten und Marktinformationen. Dieser Bedarf ist dann auf 20 Jahre hochzurechnen.

Insgesamt soll der Bedarf zunehmend durch alternative Materialien und Recyclingmengen reduziert werden. Dafür sind allerdings noch entsprechende Anreize zu schaffen.Der Abbau von Rohstoffen wie Kies soll im Sinne des Nachhaltigkeitsprinzips möglichst umweltschonend und außerhalb solcher Räume erfolgen, die derzeit und in Zukunft für die Gewinnung von Trinkwasser benötigt werden beziehungsweise in denen Flächen von hoher Bodengüte für die landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung stehen sowie Flächen, die aufgrund ihrer landwirtschaftlichen Eigenart, ihrer Vielfalt oder Schönheit besonders schützenswert sind (Schutz der Kulturlandschaft).

Am Mittwoch, 2. April, findet um 20 Uhr im Hotel Legeland, Gendringer Straße 1, in Anholt die Mitgliederversammlung von Isselburg21 statt.

Neben dem Kiesabbau wird auch über die Themen 380 kV-Leitung und Fracking gesprochen. Gabriele Obschernicat referiert über das Gasbohren.

Torsten Tenbörg

 

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