Die Bürgerinitiative EDEN e.V. hält weiterhin an Ihrer Kritik an Bürgermeister Gerwers fest.

„Der Kreis Kleve wird erst nach eingehender Prüfung aller Einwände-im Übrigen auch der Einwände der Stadt Rees- eine Entscheidung darüber fällen, ob die Reeser Welle technisch überhaupt genehmigungsfähig ist“, so sagt Dr. Leo Rehm,EDEN-Sprecher. „Dabei muss man allerdings wissen, dass der Kreis Kleve das hydrogeologische Antragsgutachten nicht nachrechnen kann, sondern nur auf Plausibilität prüft, weil er für eine eingehende rechnerische und sachliche Prüfung überhaupt nicht die Kapazität hat!“

„Bei der Durchsicht der Unterlagen hätten Widersprüche, Fehler und Ungereimtheiten des Abgrabungsantrages den Verantwortlichen der Stadt genauso auffallen müssen, wie sie ja auch Bürgern bei der Durchsicht aufgefallen sind“, so EDENe.V.  

„ In diesem Sinne halten wir an unserer Kritik fest, dass hier nicht entsprechend fachlich konsequent gegengesteuert wurde, gerade nach dem Beschluß des Rates in 2016 „Keine Reeser Welle“, welcher auch einen klarer Auftrag an die Verwaltung ist. Die Stadt hätte sich durchaus  fachliche Hilfe sofort hinzuziehen können, und sei es nur in Form einer entsprechenden fachlichen Beratung oder gar fachgutachterlichen Plausibilitätsprüfung. Diesen Weg hätte Bürgermeister Gerwers schon längst von jetzt auf gleich beschreiten können, sogar auch ohne Ratsbeschluß. Abgesehen davon hat es auch zu keiner Zeit eine Kontaktaufnahme mit der Bürgerinitiative EDEN e.V. gegeben, welche inzwischen dafür bekannt ist, sich seit Jahren mit den Veränderungen der Grundwasserverhältnisse auseinander zu setzen und auch auf fachliche Beratung zurückgreifen kann,“ fügt EDEN hinzu

„Sicherlich drängt auch für die Stadt Rees inzwischen die Zeit, sich an ein neutrales Gutachterbüro zu wenden. Doch auch Sie könnte ebenso wie andere Träger öffentlicher Belange um einen entsprechenden Terminaufschub für die Zuhilfenahme einer fachliche Unterstützung/ Beratung bitten“, so Georg Woede.

„Die Erstellung eines eingehenden hydrogeologischen Gutachtens hingegen nimmt viel  Zeit in Anspruch,  aber da muss man auch in größeren Zeiträumen denken“, so Heinz van Laak, erster Vorsitzender,“ denn in einigen Monaten wird es einen Erörterungstermin geben, oder später noch möglicherweise ein Klageverfahren. Bis dahin wäre ein solches Gutachten erstellt gewesen.“

Das Argument, dass ein solches Gutachten mit geschätzten 100.000 Euro zu teuer  wäre, und man darauf verweist, dass der Kreis Kleve dies bezahlen solle, ist für EDEN e.V. nicht nachvollziehbar. Sollten die Esserdener Häuser eines Tages im Grundwasser stehen, ist das eine Summe, die sogar durchaus auf jeden einzelnen Hausbesitzer zukommen kann.

„Viel schlimmer findet EDEN aber ein anderes Szenario. Sollte die geplante Dichtschürze nicht „dicht“ sein, oder eines Tages versagen, sind Unterspülungen des Deiches und somit eine Schwächung seiner Standsicherheit/ Stabilität möglich“, so Melanie Gronau, Sprecherin EDEN e.V.

„In einer Animation namens „Deichring 48“ hat der Deichverband ein gut verständliches Aufklärungsvideo bei Youtube eingestellt, in welchem dargestellt wird, was bei einem Deichbruch in Rees bei Hochwasser passieren würde. Angesichts solch möglicher verheerender Ausmaße, bei denen es ggf. auch um Menschenleben geht, sollte sich eine Frage der Investition von 100.000 Euro u.E. nach überhaupt nicht mehr stellen.“

Insbesondere Bürgermeister Gerwers und die Stadt Rees, aber auch selbstverständlich der Kreis Kleve  haben eine Für-und Vorsorgepflicht den Bürgern gegenüber, insbesondere was den Bereich Sicherheit angeht.

Angesichts der im Video gezeigten Szenarien, und dass bisher seitens der Kiesfirmen auch kein Nachweis für die dauerhafte Standfestigkeit und Dichtheit geliefert worden ist, fordert EDEN e.V. die Stadt Rees erneut zum Schutz der Bürger  auf, selbst ein unabhängiges Gutachten über eine entsprechende Empfehlung an den Rat anzustreben und Gespräche mit dem Kreis aufzunehmen mit dem Ziel, ebenfalls u.a. eigene hydrogeologische Untersuchungen vorzunehmen. Vom jetzigen Zeitpunkt ist nicht abzusehen, ob der Kreis Kleve solche übernehmen wird.

Ebenso fordert EDEN eine klare und begründete, transparente  Haltung der Stadt in der Stellungnahme zum Abgrabungsantrag Resser Welle, die Nichtabgabe städtischen (also Reeser-Bürger-!!!) Eigentumes, auch wenn die Abgrabung dadurch nicht verhinderbar wäre, sowie zu einem konsequenten und einem den Bürgern gegenüber transparenten weiteren Handeln auf.

Besucherzähler: 21196